Lust zum "Schmökern"...
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Wir sind ein Imkerverein mit 82 Imkern und haben durchschnittlich 350 bis zu 500 Bienenvölker.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch unser Hobby "Bienenhaltung" der Natur und der Umwelt zu dienen. Blättern Sie auf unseren Seiten und erfahren Sie, wie nützlich und lehrreich der Umgang mit Bienen sein kann. Auf unseren Seiten erfahren Sie alles, was Sie schon immer über Bienen, Honig und Imker wissen wollten.
Mitgliederzahl 82 Imker (Stand 01.08.2024)
Anzahl der betreuten Bienenvölker 486
Honigertrag ca. 25 kg je Bienenvolk im jährlichen Durchschnitt
Honigabsatz Direktvermarktung
Aus der Gründungsurkunde geht hervor, daß der Verein für den Ratinger Ortsteil "Eckamp" (heute Ratingen/Süd) am 26. September 1868 in der Gastwirtschaft "an der Loh" von 18 Imkern gegründet wurde.
Förster Gabriel Schlickum übernahm am Gründungstag den Vorsitz. Der Verein hatte den Namen: "Filialverein des Westphälisch - Rheinischen Vereins für Bienen- und Seidenraupenzucht".
Heute zählt der Ratinger Bienenzuchtverein von 1868 e.V. 13 Imkerinnen, 66 Imker sowie die 3 Ratinger Realschulen mit ihren Imker-AG´en zu seinen Mitgliedern. Das jüngste Mitglied ist 21 Jahre alt, der älteste Imker steht im 87. Lebensjahr. Die Ratinger Imker betreuen insgesamt 260 bis 375 Bienenvölker, die im Stadtgebiet und Stadtrand aufgestellt sind. Die Stadt Ratingen verlieh dem Verein am 29. März 1990 den Umweltschutzpreis für das Jahr 1989 und 2023 den Heimatpreis des Landes NRW
Der Ratinger Bienenzuchtverein von 1868 e.V. ist der mitgliederstärkste Verein im Kreisimkerverband Mettmann. Im Kreisimkerverband Mettmann sind 12 Ortsvereine mit insgesamt ca. 250 Imkern und ca. 1.300 Bienenvölkern organisiert. Das Vereinsleben des Ratinger Bienenzuchtverein von 1868 e. V wurde und wird lehrreich und unterhaltsam gestaltet.
Wissenschaftliche und praktische Vorträge, Erfahrungsaustausch untereinander und mit anderen Imkervereinen stehen jedes Jahr auf dem Programm. Reisen zu imkerlichen Veranstaltungen oder zu besonderen Sehenswürdigkeiten werden für die Mitglieder und Angehörigen organisiert und durchgeführt.
Sehr informativ und anschaulich gestaltet der Verein seine Öffentlichkeitsarbeit. "Es geht uns darum zu zeigen, daß jeder Ratinger Bürger etwas für den Umweltschutz tun kann," so Dr. Doris Kull im Jahre 1993 bei der Einweihung des Bienenlehrstandes in Ratingen, Oststraße.
Der rund 7000 qm große Bienenlehrstand des Vereins, wo die monatlichen Mitgliederversammlungen im selbst errichteten Blockhaus stattfinden, zeigt praktische Beispiele für Insekten-, Vogel- und Pflanzenschutz. Mehr als 1000 Besucher, darunter insbesondere Schulklassen und Kündergärten, nehmen jährlich die Gelegenheit wahr, am Bienenlehrstand praktischen Unterricht zum Naturschutz zu bekommen oder sich am Tag der offene Tür zu informieren.
2023 gibt es im Herbst erste Sichtungen von Einzeltieren in Ratingen. Die Ratinger Imker sind aber noch nicht sensibilisiert und nehmen es höchstens zur Kenntnis. Nestfunde sind nicht bekannt. Das ändert sich 2024: Einige Imker in Eggerscheidt und Ratingen Ost bemerken im Herbst deutlichen Beflug von Vespa Velutina an ihren Völkern. Das Hornissen-Nest wird auch gefunden, aber leider nicht mehr entfernt. Es hängt nicht erreichbar über 30 m hoch in einem Baum am Friedhof Eggerscheidt.
So gibt es erste Völkerverluste. Wenn die betroffenen Imker ihre Völker massiv geschützt hätten oder für 2 Monate an einen sicheren Ort – so etwas war 2024 noch möglich - gebracht hätten, wäre nichts passiert. Aber die Erfahrung fehlt noch, wie schnell und massiv sich der Befall entwickeln kann und dass die Bienen sich nicht wehren (können).
2025 sind die Ratinger Imker gewarnt. Auch die Mitbürger sind zunehmend sensibilisiert. Es gibt schon im Frühjahr Sichtungen von Nestern. Einige Imker des Imkervereins entscheiden sich, gemeinsam die Suche und Bekämpfung anzugehen. Ab Mai werden erste Embryonalnester – tennisballgroß – entfernt, später auch Primärnester, die sich in Bodennähe bis 3 m Höhe befinden. Die Rheinische Post berichtet. Es werden immer mehr Nester gemeldet.
Ab Mitte Juli sind die meisten der bis dahin nicht entdeckten Velutina-Völker in hohe Bäume umgezogen. Mit dem beginnenden Laubfall im Herbst kann man sie gut erkennen: einige Nester werden mehr als 20 mal von Mitbürgern gemeldet. Insgesamt gibt es 2025 39 bekannte Nester in Ratingen. Was im Mai so noch nicht klar war: die Ratinger Imker schaffen auf Kosten des Vereins im Oktober für mehrere Tausend Euro eine Ausrüstung an, um auch die Nester in Bäumen erreichen zu können. Ohne Hubsteiger bekämpfen sie - gut geschützt in dicken Hornissenanzügen und mit Hilfe von Teleskop-Lanzen – vom Boden aus auch Nester in 20 bis 30 m Höhe.
Aber viele Nester werden zu spät entdeckt. Ab Ende September sind die ersten geschlechtsreifen Jungköniginnen ausgeflogen. Sie können mit einer Zerstörung der Nester im Herbst nicht mehr daran gehindert werden, in 2026 neue Nester zu gründen. Die Ratinger Imker rechnen in 2026 mit einer Vervielfachung der Nesterzahl.