


In 2025 sind dem Imkerverein 39 Nester bekannt geworden. Sie sind gleichmäßig verteilt in allen Stadtteilen, aber bevorzugt in den bewohnten Gebieten gefunden worden: denn da fallen sie den Menschen auf, wenn sie nicht beim Spaziergang nur nach vorne auch den Weg schauen, sondern ab und zu auch nach oben in die Bäume blicken.
In den Außenbereichen gibt es nur sehr wenige Meldungen. Ob es daran liegt, dass dort weniger Nester waren oder dass sie nur nicht gefunden wurden: darüber kann man spekulieren. Jedenfalls dürfte nach den Erfahrungen vom letzten Jahr die Zahl der nicht gefundenen Nestern hoch sein. Bei jedem durchgelaufenen Nest kann man mit einer Vermehrungsrate um das 5- bis 10-fache in 2026 ausgehen.
Die Prognose für 2026, an der sich die Planungen des Imkervereins ausrichtet, ist daher: 200 Nester in Ratingen.
Jeder und jede hat also – leider – eine gute Chance, ein Nest zu finden. Wir freuen uns, wenn viele Nester schon bis Ende Juli gefunden und uns gemeldet werden. Denn diese Nester befinden sich in aller Regel noch in Bodennähe bis ca.3 m Höhe. Der Aufwand, sie zu beseitigen, ist überschaubar. Und die Gefährdung für die Bekämpfer bei der Beseitigung ist noch gering, weil nur wenige Tiere das Nest verteidigen. Wenig heißt: 10 bis ca. 200, je nach Entwicklungsstadium des Nestes.
Im Herbst können es durchaus mehr als 3000 Tiere sein. Dann sind die meisten Völker der Vespa Velutina in Baumkronen umgezogen und verstecken sich dort in 15 bis 40 m Höhe. Der Aufwand, sie mit einer Teleskoplanze und durch Einblasen von Aktivkohle in das Nest zu bekämpfen, ist deutlich höher.

In diesem Dokument wird das Vorgehen und der Aufwand bei der Nestsuche und der Bekämpfung dargestellt.