Entwicklung in Ratingen 2023 bis 2025

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Tierart, die seit 2004 - versteckt in einer Warensendung - in Europa, genauer in Bordeaux angekommen ist. Von da hat sie sich über Westeuropa und seit einigen Jahren zunehmend vom Westen aus in Deutschland ausbreitet. Auch in Ratingen ist sie 2023 angekommen. 

In diesem Dokument wird die Einwanderung und Ausbreitung in Ratingen seit 2023 kartenmäßig dargestellt.
Für 2025 ist die Verbreitung in den einzelnen Stadtteilen detailliert abgebildet.

Entwicklung_Vespa_Velutina_in_Ratingen

2023 gibt es im Herbst erste Sichtungen von Einzeltieren in Ratingen. Die Ratinger Imkerinnen und Imker sind aber noch nicht sensibilisiert und nehmen es höchstens zur Kenntnis. Nestfunde sind nicht bekannt.

Das ändert sich 2024: Einige Imker in Eggerscheidt und Ratingen Ost bemerken im Herbst deutlichen Beflug von Vespa Velutina an ihren Völkern. Das Hornissen-Nest wird auch gefunden, aber leider nicht mehr entfernt. Es hängt nicht erreichbar über 30 m hoch in einem Baum am Friedhof Eggerscheidt.
So gibt es erste Völkerverluste. Wenn die betroffenen Imkerinnen und Imker ihre Völker massiv geschützt hätten oder für 2 Monate an einen sicheren Ort – so etwas war 2024 noch möglich - gebracht hätten, wäre nichts passiert. Aber die Erfahrung fehlt noch, wie schnell und massiv sich der Befall entwickeln kann und dass die Bienen sich nicht wehren (können).

2025 sind die Mitglieder des Imkervereins gewarnt. Auch die Mitbürger sind zunehmend sensibilisiert. Es gibt schon im Frühjahr Sichtungen von Nestern. Einige Vereinsmitglieder des Imkervereins entscheiden sich, gemeinsam die Suche und Bekämpfung anzugehen. Ab Mai werden erste Embryonalnester – tennisballgroß – entfernt, später auch Primärnester, die sich in Bodennähe bis 3 m Höhe befinden. Die Rheinische Post berichtet. Es werden immer mehr Nester gemeldet.
Ab Mitte Juli sind die meisten der bis dahin nicht entdeckten Velutina-Völker in hohe Bäume umgezogen. Mit dem beginnenden Laubfall im Herbst kann man sie gut erkennen: einige Nester werden mehr als 20 mal von Mitbürgern gemeldet. Insgesamt gibt es 2025 39 bekannte Nester in Ratingen. Was im Mai so noch nicht klar war: der Ratinger Imkerverein schafft auf eigene Kosten im Oktober für mehrere Tausend Euro eine Ausrüstung an, um auch die Nester in Bäumen erreichen zu können. Denn eine öffentliche Förderung gibt es noch nicht, sie ist aber aktuell für 2026 angekündigt. Ohne Hubsteiger bekämpfen sie - gut geschützt in dicken Hornissenanzügen und mit Hilfe von Teleskop-Lanzen – vom Boden aus auch Nester in 20 bis 30 m Höhe.
Aber viele Nester werden zu spät entdeckt. Ab Ende September sind die ersten geschlechtsreifen Jungköniginnen ausgeflogen. Sie können mit einer Zerstörung der Nester im Herbst nicht mehr daran gehindert werden, in 2026 neue Nester zu gründen. Der Ratinger Imkerverein rechnet in 2026 mit einer Vervielfachung der Nesterzahl.

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